DIAMANT KRITERIEN

Die 4C für den VOLLSCHLIFFDIAMANT (BRILLANT)

CARAT / GEWICHT

CARAT / GEWICHT

COLOR / FARBE

CLARITY / REINHEIT

CUT / SCHLIFF

NB: Durchmesser und Höhe sind Werte bei einem gut proportioniertem Vollschliff-Diamanten. Je nach Schliff gibt es Abweichungen.

0,25

 

0,05

 

4,1

 

2,4

0,25

 

0,05

 

4,1

 

2,4

0,50

 

0,1

 

5,1

 

3,0

Carat

 

Gew.

 

D

 

H

ct

 

gr

 

mm

 

mm

0,05

 

0,01

 

2,3

 

1,35

0,10

 

0,02

 

3,0

 

1,75

0,75

 

0,15

 

5,9

 

3,5

1,0

 

0,2

 

6,5

 

3,8

1 Karat = 1 ct = 0.2 Gramm = 100 Punkte

Der Name Carat leitet sich von dem arabischen/griechischen Namen des Johannisbrotbaumssamens (lat. Ceratonia siliqua) ab. Diese waren ca. 0,2 gr schwer. VOLLSCHLIFF-DIAMANT/BRILLANT: symetrisch runde Schliffart mit mindestens 57 Facetten: Tafel / Oberteil mind. 32 Facetten / Unterteil mind. 24 Facetten.

CLARITY / REINHEIT

Die Reinheit beeinflusst die Brillanz des Steines entscheidend, was sich auch sehr stark in der Wertigkeit des Diamanten niederschlägt.

Lupenreine Steine sind sehr selten und daher sehr wertvoll.

ABKÜRZUNG  /  BEZEICHNUNG  /  BESCHREIBUNG

 

FL  /  FLAWLESS  /  Lupenrein (10x Lupe keine Einschlüsse erkennbar)

 

IF  /  INTERNATIONAL FLAWLESS  /  Lupenrein (mögliche Oberflächenspuren der Verarbeitung)

 

VVS1 VVSI  /  VERY, V. SMALL INCLUSIONS  /  Einschlüsse sehr, sehr schwer erkennbar (10x Lupe)

 

VVS2  /  VERY, VERY SMALL INCLUSIONS  /  Einschlüsse nur sehr schwer erkennbar (10x Lupe)

 

VS1 / VSI  /  VERY SMALL INCLUSIONS   /  Einschlüsse nur schwer erkennbar (10x Lupe)

 

VS2  /  VERY SMALL INCLUSIONS   /  Einschlüsse erkennbar (10x Lupe)

 

SI1  /  SMALL INCLUSIONS  /  Einschlüsse leicht erkennbar (10x Lupe)

 

SI2  /  SMALL INCLUSIONS  /  Einschlüsse deutlich erkennbar (10x Lupe) / nicht leicht erkennbar ohne Vergrößerung

 

PI1  /  PIQUÉ 1  /  Einschlüsse ohne Vergrößerung gerade noch erkennbar, ohne Brillanzbeeinträchtigung

 

PI2  /  PIQUÉ 2  /  Einschlüsse ohne Vergrößerung erkennbar, schwache Brillanzbeeinträchtigung

 

PI3  /  PIQUÉ 3  /  Einschlüsse ohne Vergrößerung leicht erkennbar, deutliche Brillanzbeeinträchtigung

COLOR / FARBE

Einer der sehr wichtigen Bewertungskriterien ist die Farbe des Steins. Im Idealfall farblos. Es kommen aber auch Diamanten in den verschiedensten Farben vor, je nach Spurenelementen, wie Silizium, Magnesium, Stickstoff, Eisen, etc. Die Farbpalette reicht von blau-weiss über gelblich, bräunlich bis hin zu intensivem Braun. (Für Schmuckzwecke werden auch rötlich, pink, violett, oliv, hellgelb, blau-schwarz, saphirfarbene Steine verwendet.).

ABKÜRZ.  /  DEFINITION  /  BEZEICHNUNG  /  FARBE   /  GIA

 

R+ / River plus / Hochfeines weiss+ / blauweiss / D

 

R / River / Hochfeines weiss / blauweiss / E

 

TW+ / Top Wesselton + / feines weiss+ / weiss / F

 

TW / Top Wesselton / feines weiss / weiss / G

 

W / Wesselton / weiss / weiss / H

 

TC+ / Top Crystal + / leicht get. weiss+ / sehr, s. leicht gelblich / I

 

TC / Top Crystal / leicht get. weiss / sehr, s. leicht gelblich / J

 

CR+ / Crystal+ / getöntes weiss + / sehr leicht gelblich / K

-

CR / Crystal  /  getöntes weiss / sehr leicht gelblich / L

 

TCA+ / Top Cape plus / getönt 1+ / leicht gelblich / M

 

TCA / Top Cape / getönt   / leicht gelblich  /  N

 

CA  / Cape+ / getönt 2+ /  gelblich / O

 

CA / Cape / getönt 2 / gelblich / P

 

LY / Light Yellow / getönt 3 / schwach gelb / Q R

 

Y / Yellow / getönt 4 / gelb / S T U V W X Y Z

CUT / SCHLIFF

Massgebend für das Aussehen und den Wert des Diamanten ist auch der Schliff des Steines. Ein guter Schliff verleiht dem Stein ein lebhaftes "Feuer".

BEURTEILUNG  /  BRILLANZ  / ÄUSSERE MERKMALE  / PROPORTIONEN

 

Sehr gut  /  Hervorragend Brillanz  /  Geringfügige äussere Merkmale  /  Sehr gute Proportionen

 

Gut  /  Gute Brillanz  /  Einige äussere Merkmale  /  geringfügige abweichende Proportionen

 

Mittel  /  Geminderte Brillanz  /  Mehrere größere äussere Merkmale  /  erheblich abweichende Proportionen

 

Gering  /  Erheblich  /  Große / zahlreiche äussere Merkmale  /  sehr deutlich

PROPORTIONEN VOLLSCHLIFF (BRILLANT)

Vollschliff: Diamant mit symmetrisch runder Schliffart mit mindestens 57 Facetten. Tafel / Oberteil mind. 32 Facetten / Unterteil mind. 24 Facetten.

BEREICH  /  MITTEL  /  GUT  SEHR GUT  / GUT  MITTEL

 

Tafelgrösse /  < 53%  /  53-55%  /  56-66%  /  53-55%  / > 70%

 

Oberteilhöhe  /  < 9%  /  9-10%  /  11-15%  /  9-10%  /  > 17%

 

Unterteilhöhe /  < 40%  /  40-41%  /  42-45%  /  40-41%  / < 47%

 

Oberteilwinkel /  < 27°  /  27-30°  /  31-37°  /  27-30°  / < 40°

 

Unterteilwinkel  /  < 38°  /  38-39°  /  40-42°  / 38-39°  /  < 44°

 

Rundistenstärke  /  messerscharf  /  sehr fein  /  fein-mittel  /  stark  /  sehr stark

 

Kalette /  gross  /  klein-mittel  /  punktartig  /  gross

METALL KUNDE

EDELMETALLE UND DEREN EINSATZGEBIET

Vielfach wirken Edelmetalle verschieden je nach Verarbeitung.

 

Mehrfach geglühtes Gold mit nachfolgender Beizung, entfernt mitlegiertes Kupfer an der Metalloberfläche und lässt Gold blasser erscheinen.

 

Silber wird nach mehrmaligen Gühen immer weisser. An der Schmuckoberfläche bildet sich Reinsilber. Als Kontrapunkt, lässt sich Silber gut schwärzen z.B. mit einer stark schwefelhaltigen Lösung.

 

Weissgoldschmuck wird in der Regel Schlussrhodiniert. Das erzeugt auf dem Schmuck eine hellere weisse Farbe und schützt polierten Oberflächen etwas besser.

METALLTYP  /  FARBE  / SPEZIFISCHES GEWICHT  /  EINSATZGEBIET

 

Platin  /  hell-grau-weiss  /  21,5  /  Als Reinmetall, Legierungsmetall, Katalysator

 

Rhodium  /  grau-weiss  /  12,4  /  Zur galvanischer Veredlung von Silber, -und Goldschmuck

 

Palladium  /  grau-weiss-weiss  /  12,0  /  Als Reinmetall, Legierungsmetall, Galvanik

 

Silber  /  weiss  /  10,5  /  Als Reinmetall, Legierungsmetall, Galvanik, Fototechnik, Elektronik.

 

Gold  /  sattes gelb  /  19,3  /  Als Reinmetall, Legierungsmetall, Galvanik, Fototechnik, Elektronik.

LEGIERUNGEN WELCHE SICH ZUR SCHMUCKHERSTELLUNG EIGNEN

* sehr harte, federnde Legierung. (Gut geeignet anstelle von Ni-Weissgold)

Die FETT hervorgehobene Zahlen, sind Legierungen welche ich im Atelier verarbeite.

 

** verwende ich für federnde Weissgold-Elemente bei Gold-Schnapp-Schlössern.

GOLDSCHMUCK PUNZIERUNGEN DER SCHWEIZ

 

916 = 22 Karat Gold

 

750 = 18 Karat Gold

 

585 = 14 Karat Gold

Weissgold entsteht durch beilegieren von 10 bis 20 % Palladium. Früher wurde eine ähnliche optische Wirkung durch beilegieren von ca. 4 % Nickel erzeugt. - Heute weitestgehend, wegen den immer häufiger ausgelösten Nickelallergien, verpönt. Fast alle Weissgold-Legierungen haben heute Maximum 1 % Nickel beilegiert.

 

Eine Legierung, die gänzlich nickelfrei ist, tendiert bei der mechanischen Verarbeitung brüchig zu sein und kommt in der Schmuckbranche praktisch nicht vor.

LEGIERUNG  / FARBE  /  FEINGEHALT  /  WEITERE VOM GESETZGEBER BEWILLIGTE LEGIERUNGEN

 

Platin  /  hell-grau-weiss  /  950  900  850  / Reinplatin:  Pt 999,9

 

Palladium-Platin*  /  hell-grau-weiss  /  950

 

Palladium  /  grau-weiss  /  950  Reinpalladium:  Pd 999,9

 

Silber  /  weiss  /  925 (Sterling)  800

 

"Sattgold" /  sehr- sattes gelb  /  916  /  Feingold:   999,9

 

"Satt-Rotgold" 6N  /  dunkelrot-gelb  /  750  585  375  /

 

Rotgold 5N /  rotgelb  /  750  585  375

 

Jaune 3N  /  warmgelb  /  750  585  375

 

Pâle 2N  /  blassgelb  /  750  585  375

 

Pd-Weissgold  /  braun-gelb-weiss  /  750  585  375

 

Ni-Weissgold**  /  gelb-weiss-weiss  /  750  585  375

Grundsätzlich weist jedes Edelmetall in seiner Reinform eine sehr hohe Korrosionsfestigkeit auf.  Je  tiefer der Edelmetallgehalt eine Legierung ist, desto mehr verliert es seine Grundeigenschaften. Dies erklärt warum eine 585 Goldlegierung (14K) schneller oxydiert als eine 750 Goldlegierung (18K). Ganz stark macht es sich bei  tieferen Feingehalten bemerkbar. Ein weiterer Nachteil ist die schlechtere Verarbeitungsmöglichkeit mit Laserschweissgeräten. Vorteile gibt es nur beim Verkaufspreis und z.T. sind 585 Legierungen stärker federnd - siehe Vorteile bei dünnen Ringschienen.

Die immer noch häufig anzutreffende Bezeichnung GAM ist eine, für den Verkauf in der Schweiz nicht zugelassene, alte Industrie-Garantienorm aus Deutschland mit Feingehalt 333 - Goldanteile.

WEITERE VERWENDETEN METALLE FÜR SCHMUCK

METALLTYP  /  FARBE  /  SPEZIFISCHES GEWICHT  / EINSATZGEBIET  /  MEHR INFO

 

Stahl /  weiss  /  7,85  /  als legierter Stahl  /  In der Regel Legierung 1.4301

 

Titan  /  grau-weiss  /  4,5  / als Reinmetall  /  Weist kräftige Oxydationsfarben auf.

 

Aluminium  /  hell-grau-weiss  /  2,7  /  als Reinmetall  /  Als eloxiertes Metall gut geignet für leichte, grossflächige moderne Schmuckkreationen.

EDELSTAHL-SCHMUCK

Die von mir verwendeten Edelstahllegierungen sind sehr haut-freundlich und vor allem unbedenklich als Schmuckmetalle für den täglichen gebrauch geeignet.

Edelstahl Herrenring mit Gelbgold und Boulderopal. Schlicht und dennoch persönlich.

Edelstahl, oder genauer ausgedrückt: Chromnickelstahl ist eine Art von Überbegriff für Stahllegierungen, die allgemein als "Rostfreier Stahl" bekannt sind.

 

Edelstahllegierung 1.4301 (3)

 

Ein säurebeständiger 18/10 Cr-Ni-Stahl (1), der wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehaltes gut schweissbar ist. Der Stahl hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, etc. Bei Zerspanung muss wegen der Neigung zur Kaltverfestigung mit Werkzeugen aus hoch legiertem Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden. Die Arbeit mit Stahl ist aus diesem Grund nicht immer mit den üblichen Goldschmiedewerkzeugen möglich.

 

Die letzte Zahl hinter dem Komma gibt den Kohlenstoffanteil bekannt. Eine 1 steht für sehr niedrige Kohlenstoffwerte. Je höher die Zahl um so höher der Kohlenstoffwert.

 

Verwendung

 

Der Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie z. B. in der Nahrungsmittelindustrie (2), bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, etc.

 

(1)  Die Zahl 18 steht für 18 % Chromanteile, 10 für 10 % Nickel.

 

(2) siehe auch die Verwendung von 18/10-Chromnickelstahl bei Essensbestecken.

 

(3) Ganz exakte Werte sind: C: 0.070 / SI: 1,0 / MN: 2,0 / NI: 8,5-10,5 / CR: 17,00-19,00 / S: 0,030 / P: 0,045

Federleicht - eine spezielle Schmucklinie aus dem Atelier. SWP, Filz, Edelstahl, Federn.

Edelstahllegierung 1.4404  - (X2)CrNiMo17-12-2 (Rohrteile sind bei mir aus dieser Legierung hergestellt)

 

Rostfreier Stahl. Verwendung wie Stahl 1.4301. Bemerkungen: Mechanische Komponenten mit erhöhten Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit, besonders in chlorhaltigen Medien. Anwendung findet diese Legierung in den verschiedensten Bereichen, vor allem in der pharmazeutischen Industrie sowie in der Medizin- und Zahntechnik.

 

 

Bedeutung der Werkstoffnummern

 

Werkstoffnummer beginnend mit  Cr-Gehalt  Gehalt an Mo, Nb, Ti

 

1.40   Cr-Stähle mit < 2,5 % Ni   ohne Mo, Nb oder Ti

 

1.41   Cr-Stähle mit < 2,5 % Ni   mit Mo, ohne Nb oder Ti

 

1.43   Cr-Stähle mit ≥ 2,5 % Ni   ohne Mo, Nb oder Ti

 

1.44   Cr-Stähle mit ≥ 2,5 % Ni   mit Mo, ohne Nb oder Ti

 

1.45   Cr, CrNi- oder CrNiMo-Stähle mit Sonderzusätzen (Cu, Nb, Ti.)

 

1.46   Cr, CrNi- oder CrNiMo-Stähle mit Sonderzusätzen (Cu, Nb, Ti.)

Abkürzungen:

 

Cr = Chrom / Cu = Kupfer / Mo = Molybdän / Nb = Niob / Ni = Nickel / Ti = Titan

 

 

Schlussbemerkungen

 

Die Nickelmenge der Legierungen, in Prozent ausgedrückt, kann nicht als Zahl alleine betrachtet werden. Bei Edelstahllegierungen sind Werte mit bis 12 % Nickelanteile praktisch unbedenklich.

 

NB!

 

Der oft gelesene Begriff "Nickelfreier Schmuck" ist leider etwas irreführend. Der angepriesene Schmuck ist nicht zwingend nickelfrei. Er muss nur, nach Euronorm-95, beim direkten Tragen auf der Haut, innerhalb eines definierten Zeitraumes kein Nickel freisetzen. Die nötigen Nickelmesswerte der Schmuckstücke werden durch galvanische Überzüge mit chemisch stabilen Metallen wie Kupfer, Chrom-, und oder Rhodium erzielt. Nach einer gewissen Tragdauer nützt sich diese Schutzschicht ab ...

 

Die ganz einfache Art ist Modeschmuck mit einem Schutzlack zu überziehen. Der Schutzlack schützt zuverlässig ein paar Monate, danach ist Schluss mit der (temporären) Schutzwirkung.

PERLEN KUNDE

GESCHICHTE DER PERLENZUCHT

Tahiiti-Perlencollier multicolor.

Zuchtperlen

 

Um 1900 wurde von Japan der Grundstein zur heutigen Perlzucht gelegt. In vielen anderen Ländern wie z.B. China, Finnland und USA wurden auch Bemühungen Perlen zu züchten unternommen aber nur Japan schaffte es diese Idee weiter als nur bis zum Versuchsstadium hinaus zu verfolgen.

 

Anfang 1900 vergingen Jahre mit Zuchtversuchen und Etablierungsproblemen dieser neuen Perlenart und es schien als ob die Zukunft nur den echten Naturperlen vorbehalten sein sollte. Nach den ersten Weltkrieg wurden aber bereits grösseren Mengen Perlen gezüchtet als das natürliche Perlen (von den Perltauchern) gefunden wurden.

 

Der Erfolg dieser neuen Perle war nicht mehr zu bremsen. Durch geschicktes Werbemanagement von K. Mikimoto und sein beharrliches Weiterentwickeln der Akoya-Perlenmuschel wurde in den kommenden Jahren eine stetig wachsende Perlzuchtindustrie aufgebaut und bald sollten sich Frauen über die ganze Welt mit dieser neuen Perlenart schmücken.

 

Um die Jahrhundertwende wurden erst rund 4000 Perlen geerntet und verschiedene Kernmaterialien wurden versuchsweise in die Muscheln eingepflanzt. Die Zuchtperlen konnten nach drei bis vier Jahren geerntet werden, was eine deutliche Erntebeschleunigung gegenüber natürlich gewachsenen Perlen mit sich brachte. Heute werden in rund 170 Millionen (1996) Muscheln Perlmuttkerne eingepflanzt.

 

Anfänglich war es nur möglich 4 bis 5,5 mm grosse Zuchtperlen zu züchten, heute wird ungefähr die doppelte Grösse erreicht (Akoyaperlen werden zwischen 2 bis 9 mm gross). Die ersten Zuchtperlen hatten einen wesentlich wenigeren schönen Lüster als reine Naturperlen und wurden gerne nur "Halbperlen" genannt. Bald waren die Zuchtperlen jedoch ebenso schön wie Naturperlen (nur noch durch Röntgentests unterscheidbar). Es wurde über Echtheitsbegriffe und über die Namensgebung heftig diskutiert. Nach langem Tauziehen wurden die Namen "Zuchtperlen" oder "Kulturperlen" als weltweite Fachausdrücke anerkannt.

 

China und die Südseeinseln steigern im Moment ihre Produktionskapazitäten enorm, während die Japanische Akoyaperlenzucht stark unter Wasserverschmutzung, veraltete Firmenstrukturen und Krankheiten an den Muschelbänken leiden. (1999 nur noch 10 % Erntemengen gegenüber der Maximalproduktion.) Das Monopol der Japaner ist somit längst gebrochen. Die Produktionskapazitäten von China, Australien, den Philippinen und Indonesien sind förmlich explodiert. Neu werden auch in China Akoyaperlen mit Erfolg gezüchtet.

 

Südseeperlen

 

Die Südseeperlen haben einen Kern von nur 5 bis 6 mm und haben wegen der dicken Perlschicht einen satten Glanz und tiefen Perlschimmer. Die Perlen werden zwischen 9 bis 17 mm gross.

 

Heute ist Indonesien der zweitgrösste Südseeperlenlieferant nach Australien.

 

Die schwarzen Südseeperlen aus Tahiti profitieren von einer ungebrochener Nachfrage. Sehr grosse Mengen von naturgrauen Perlsträngen in 8 bis 9 mm Grösse werden auf dem Markt angeboten. 1996 wurde 5000 kg exportiert. Seit ein paar Jahren werden auch auf den Cookinseln Südseeperlen gezüchtet; die dortige  Jahresproduktion erreichte 1996 bereits 200 kg.

 

Süsswasserperlen

 

Früher war die Süsswasserperle allgemein als die unförmigen Perlen aus dem Japanischen Biwasee bekannt, heute kommt der grösste Teil aus China. Die neueste Generation Perlen sind kugelrund und konkurrenzieren die Zuchtperlen stark, weil sie nur rund die Hälfte gegenüber Zuchtperlen kosten. Obwohl sie im Aufbau am ehesten der Naturperle gleichkommen, ist diese Perlenart immer noch deutlich unterbewertet. Die Süsswasserperlen werden 2 bis 8 mm gross. Nach ungefähr 1 1/2 Jahren sind die Implantate (in den Muscheln) auf 3 mm gewachsen. Nach drei Jahren sind rund ein drittel der Implantate zur 7 mm grossen Perlen angewachsen.

 

Die Qualität hat einen so hohen Standard erreicht, dass sie sich weder in Glanz noch im Lüster von sehr guten Akoyaperlen unterscheiden lassen. Der Hauptunterschied zwischen Zuchtperlen und SÜsswasserperlen liegt darin, dass sie in der Regel keinen Kern haben.

 

Was die Zucht der Süsswasserperle deutlich verbilligt ist der Umstand, dass in einer Muschel 20 bis 60 (!) Mantelstücke besetzt werden können. Im Vergleich kann eine Akoyamuschel maximal vier Perlen hervorbringen und kann obendrein (folgend) nicht mehr mit einem Kern bestückt werden. Die Südseemuscheln können nur eine einzige Perle aufs mal hervorbringen.

 

In den letzten Jahren züchten die Japaner Süsswasserperlen mit einem 7 mm grossen Kern, welche bis 13 mm gross werden. Diese Perlen mit einem Kern haben einen Durchmesser von über 8 mm. (Eine Kuriosität bilden Süsswasserperlen, welche im Jahr 2000 beim Röntgentest einem Kern aus bereits gebohrten Zuchtperlen offenbarten!)

 

(Dieser Bericht ist 2001 verfasst und erstmals publiziert)

KLEINES SACHWÖRTERVERZEICHNIS FÜR PERLEN

Akoya:    Eine Muschel für die Züchtung von Seewasserzuchtperlen. Die Japaner haben nach den zweiten Weltkrieg mit dieser Muschelart die ersten Zuchtperlen erfolgreich auf den Markt gebracht. Akoyamuscheln werden heute unter anderem auch in China und  Korea für die Zuchtperlenzucht verwendet.

 

Biwaperlen:   Stammen aus dem Biwasee in Westjapan wo Süsswasserperlen seit 1928 gezüchtet werden.

 

Blisterperlen:    Naturperlen, welche aufgrund von kleine Fremdkörper sich zwischen Innenschale und Mantel bilden. Die Perlen sehen aus wie kleine Blasen.

 

Choker:   Kurze, dem Hals folgenden, Kette mit gleichgrossen Perlen.

 

Conchyn:    Ist eine organische Substanz, welche die Auster als Bindemittel aussondert um das Kalziumkarbonat (Perlmutt) um einen Fremdkörper (eingepflanzter Perlmuttkern oder Sandkorn) aufzubauen.

 

Gezüchtete Perle:    Perle, deren Entstehung durch das künstliche Einpflanzen eines Fremdkörpers in eine Auster oder Muschel angeregt wurde.

 

Perlglanz, -schimmer:    Die Eigenschaft der Perlenoberfläche nach ihrer Leuchtkraft beurteilt.

 

Imitationsperle:    Siehe auch "Majoricaperlen".

 

Kan:    Alte Japanisches Gewichteinheit. 1 Kan = 1'000 Momme (3,75 kg)

 

Karat:    Ist eine Gewichtseinheit für Edelsteine, welche in Europa auch für Perlen verwendet wird. 1 Karat = 0,2 gr

 

Keshi:    Aus dem Japanischen, es heisst übersetzt Mohn. Keshiperlen sind sehr kleine kernlose Perlen die in der Perlenauster natürlich entstehen.

 

Künstliche Perle:    Vollkommen künstlich hergestellte Kunstperlen. Ein Glaskern wird mit einem in Fischschuppen getränktem Lack überzogen. Charakteristika: Die Kunstperlen geben, wenn sie aneinandergerieben werden, kein kratzendes Geräusch ab. Die Kunstperlen sind allgemein unter dem Namen "Majoricaperlen / Mallorcaperlen" verbreitet.

Lüster:    So wird der Glanz der Perle auch genannt.

 

Mabe:    Eine zusammengesetzte Zuchtperle, meistens halbkugelförmig (Button). Mabeperlen gelten auf dem Markt ebenso wie Zuchtperlen als ein Naturprodukt.

 

Majoricaperlen:    Die Bezeichnung für Imitationsperlen, genannt nach der Insel Mallorca vor der Spanischen Küste.

 

Mantel:    Zellgewebe, das den Weichkörper einer Muschel umschliesst. Die Zellen im Mantelgewebe scheiden die Substanz aus, welche die Perlmutterschale und die Perlen bilden.

 

Momme:    Alter Japanischer Gewichtseinheit. 1 Momme = 3,75 gr. (1'000 Momme = 1 Kan).

 

Orient:    Nennt man den Glanz, das Schillern und die Fähigkeit einer Perle Licht aus ihren inneren Perlschichten herauszustrahlen.

 

Perlenauster:    Im  Moment die geeignetesten Austern für die Perlenzucht aus der Gattung Pinctada.

 

Perlmutt:    Innenfläche einer Muschelschale. Chemisch besteht es aus Kalziumkarbonat, welches durch Conchyn zusammengehalten wird (Achtung, stark Säureempfindlich!). Es ist dieselbe Substanz welche eine Auster Lage um Lage um einen Fremdkörper bildet um eine Perle zu bilden.

 

Südseeperle:    Die Südseeperlen haben in der Regel einen Perlmuttkern von 5 bis 6 mm. Die Perlen werden zwischen 9 bis 17 mm gross. Heute ist Indonesien der zweitgrösste Südseeperlenlieferant nach Australien. Hauptvorkommen: Australien, Indonesien, Cookinseln.

 

Süsswasserperle:    In der Regel eine kernlose gezüchtete Perle aus Süsswassergewässern.

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